Chronik       

von Groß Tinz      und      Klein Tinz
   
   
um 1150 Gab es in Klein Tinz eine jüdische Gemeinde und eine Synagoge.
 
1189 Erste urkundliche Erwähnung: Bischof Siroslaw (1170-1189) erneuert die von ihm schon früher in consecracione ecclesie in Tinchia (Tinz) derselben verliehenen Zehnten. 
 
1203
In einer Urkunde des Bischofs Cyprian wird das Dorf Tinchia Michaelis (so genannt nach dem Schutzheiligen der Katholiken daselbst) erwähnt.
1282 Das deutsche Dorf Groß Tinz wird vom Grafen Franziskus von Tinz gegründet.
 
um 1300 Groß Tinz war Sitz des Großkomtur Michael.
   
18.01.1306 Herzog Boleslaw von Schlesien befreit die Besitzungen der Johanniter zu Thincz und die anderen Ordensgüter vom polnischen Rechte und gestattet denselben den Genuss des deutschen Rechtes.
1320
Gibt Herzog Boleslaus von Liegnitz-Brieg dem Komtur in Tinz und der Kommende Tinz die Erlaubnis zur selbständigen Gerichtsbarkeit inklusive dem Privileg, ein Gefängnis und einen Galgen zu errichten.
 
14.01.1376 In einer Urkunde des Kardinals Johann zu St. Marcus in der sedes Streliensis wird eine Pfarrkirche in Thincz angeführt.
1432 Beherbergte der Friedhof 600 Breslauer Söldner, die von den Husitten gefangen worden.
   
1594 Die Kirche zu Groß Tinz wird den Evangelischen weggenommen und wird wieder katholisch.
1634 Überfiel eine schwedische Abteilung das Dorf, wobei die Kirche in Flammen aufging.
   
1698 Wurde der Kirchturm durch einen Blitzschlag zerstört.
23.03.1722 Durch ein Feuer in Klein Tinz werden 5 Bauernhöfe niedergebrannt.
   
1732  Wird vom letzten österreichischen Komturen, Johannes Graf von Götzen, das Johannesdenkmal zu Ehren von St. Nepomuk errichtet.
   
1782 Wird das Schloß im Stile eines vornehmen Landhauses erbaut.
   
20.08.1785 Kam Friedrich der Große anläßlich eines Kavalleriemanöver nach Groß Tinz und errichtete sein Hauptquatier beim Erbscholzen.
1926 In der Nähe des Dorfes Groß Tinz findet man ein ca. 6000-6500 Jahre altes frühneolithisches Skelett.
   
01.10.1932 Der Kreis Nimptsch wird aufgelöst. Groß Tinz und Klein Tinz kommen zum Landkreis Breslau.
   
01.04.1938 Wird Klein Tinz zu Groß Tinz eingemeindet und wird nun Groß Tinz an der Lohe genannt.
 
07.02.1945 Die Bewohner flüchten vor der heranziehenden Roten Armee.
19.05.1945 Rückkehr der Bewohner nach Groß Tinz.
12.07.1946 Vertreibung der Großtinzer.
20.05.1947 Vertreibung weiterer Großtinzer Familien.
08+09/1947 Vertreibung der letzten Großtinzer Familien.